Kreislaufwirtschaft & Akteure
Wissen für Vertrieb · Messen · Kundengespräche · Stand IFAT 2026
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Was ist Kreislaufwirtschaft?

Statt Einweg-Produktion (herstellen → wegwerfen) soll jedes Material nach Nutzung wieder zurück in den Kreislauf. Wie der natürliche Stoffkreislauf — nur für Industrieabfälle. Je früher im Prozess getrennt wird, desto leichter und günstiger ist hochwertiges Recycling. Wer alles in einen Container schmeißt, kann hinterher nur noch verbrennen.

Die 5 Ebenen — Nachhaltigkeitspyramide (Kreislaufwirtschaftsgesetz)

Die drei Akteure im System

  • Erzeuger — wo Abfall entsteht. Gibt Aufträge an Entsorger.
  • Entsorger — holt ab, transportiert, sortiert. Das Bindeglied mit Genehmigungspflicht.
  • Wertstoffhof — öffentliche Sammelstelle. Nimmt von Bürgern an, gibt weiter an Entsorger.
  • Erzeuger → Entsorger → Verwertung / Deponie
  • Wertstoffhof → Entsorger → Verwertung
  • RecyclingMonitor verbindet alle drei digital

Aktuelle Entwicklungen & Trends

  • BEHG-Zuschlag: CO₂-Preis auf Verbrennung steigt → schlecht getrennte Abfälle werden teurer für Erzeuger
  • Kunststoffkrise: Recycler unter Druck — frischer Kunststoff billiger als recycelter → wirtschaftliche Herausforderung
  • Neue AVV-Schlüssel: 38 neue Nummern für Batterien (E-Auto, Fahrrad, Lithium-Ionen) — Gesetzgeber hält Schritt mit Technik
  • CSRD: EU-Nachhaltigkeitspflicht — EU hat zurückgerudert, aber Datenbasis für Berichte bleibt relevant
  • Materialwandel: Gips und andere Materialien werden von Deponie zu Recycling verlagert
  • Grundsatz: Je frühzeitiger getrennt, desto wirtschaftlicher das Recycling. Mülltrennung ist keine Ideologie, sondern Ökonomie.
Rémon-Positionierung: "Wir sehen in Abfällen die Rohstoffe von morgen und transformieren die traditionelle Entsorgungswirtschaft in echte Kreislaufwirtschaft."
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Entsorger

KMU-Familienbetriebe · 3–20 Mitarbeitende · Die Davids in der Welt der Goliaths

Was ist ein Entsorger?

Unternehmen mit behördlicher Genehmigung, das Abfälle sammelt, transportiert, sortiert und verwertet. Das operative Bindeglied zwischen Erzeuger und Verwertungsanlage. Braucht Genehmigung für Sammlung, Beförderung und ggf. Lagerung. 50–70% sind zusätzlich zertifiziert.

1 — Wichtigste Infos

  • Typisch: 5 LKWs, 30–40 Aufträge/Tag, 1–4,5 Mio. € Umsatz, Familienbetrieb
  • Rollen: Disponent, Fahrer, Hofmitarbeiter, Buchhaltung — oft alles eine Person
  • Generationenwechsel: Senior geht, Junior will modernisieren → Verkaufschance
  • Konsolidierungsdruck durch große Player — gute Prozesse = Überlebensstrategie
  • Digital-Stand sehr heterogen: von "Excel auf Papier" bis "hohe Anforderungen"

2 — Pain Points & Triggerworte

Sätze, die Kunden wörtlich sagen
  • "Ich schreibe Rechnungen noch abends selbst" — Auftrag + Abrechnung in zwei Systemen
  • "Mein Fahrer weiß nicht, wo er heute hinfahren soll"
  • "Wenn jemand krank ist, verlieren wir den Überblick"
  • "Wir wissen nicht, wo unsere Container gerade stehen"
  • "Kunden streiten, was im Container war — wir können's nicht beweisen"
  • "Waagenabrechnung kostet uns ewig" — manuelle Übertragung Brutto/Tara
  • "Für die Zertifizierung müssen wir alles manuell aufbereiten"

3 — So lösen wir es für und mit ihnen

RecyclingMonitor-Lösungen
  • Kompletter Auftragsprozess in einem System: anlegen → disponieren → Fahrer-App → Waage → Rechnung
  • Fahrer-App: Tagesplan, Google Maps-Navigation, Fehlwurf-Foto direkt dokumentiert
  • Waagenanbindung: 8 Min./Auftrag gespart → 1 Auftrag mehr/Tag = 200–300 € mehr Umsatz
  • SmartInbox: Rechnungen automatisch erkennen und zuordnen
  • Betriebstagebuch & Abfallbilanz automatisch → Zertifizierungsaudit ohne Nacharbeit
  • 20–40% weniger Administration gesamt
20–40%
weniger Administration (Büro, Buchhaltung, Zertifizierung)
8 Min.
gespart pro Wiegung durch Waagenanbindung
+1 Auftrag
pro Tag (Waagenanbindung)
200–300 €
mehr Umsatz pro Tag
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Erzeuger

Handel, Industrie, Baugewerbe · Ab 20 t/Jahr Dokumentationspflicht

Was ist ein Erzeuger?

Jeder Betrieb, bei dem Abfall anfällt — rechtlich auch "Anfallstelle" genannt. Ab 20 Tonnen pro Jahr und Standort besteht gesetzliche Dokumentationspflicht (Betriebstagebuch/Abfallbilanz). 20 t = ca. 4–5 große Container — schnell erreicht, z.B. schon bei einer Umbaumaßnahme.

1 — Wichtigste Infos

  • Beispiele: Bauhaus (180 Standorte, 40–50 Entsorgungspartner), dm, IKEA, Edeka, Krankenhäuser
  • Komplexität wächst mit Anzahl Standorte und Fraktionen: ohne zentrale Steuerung kein Überblick
  • Früher: Entsorgung delegiert und vergessen — heute: wachsende Kostenstelle durch BEHG-Zuschlag
  • Strategischer Hebel: Stoffströme selbst steuern → direkte Recyclingverträge → 10–20% Einsparung

2 — Pain Points & Triggerworte

Sätze, die Kunden wörtlich sagen
  • "Wir wissen nicht, was bei unseren Standorten anfällt und wohin es geht"
  • "Entsorgung ist komplett ausgelagert — wir sehen die Kosten, aber nicht die Mengen"
  • "12 verschiedene Entsorgungspartner, keine zentrale Übersicht"
  • "Für den Nachhaltigkeitsbericht brauchen wir Recyclingquoten — die liegen bei unseren Entsorgern"
  • "Das Betriebstagebuch wird manuell geführt — fehleranfällig und zeitraubend"
  • "Fehlwürfe kosten bares Geld — wir sehen es erst auf der Rechnung"
  • "Unsere Entsorgungskosten steigen — wir verstehen nicht warum"

3 — So lösen wir es für und mit ihnen

RecyclingMonitor-Lösungen
  • Zentrale Plattform: alle Standorte, alle Fraktionen, alle Entsorgungspartner — eine Ansicht
  • Betriebstagebuch & Abfallbilanz automatisch aus Aufträgen → Compliance ohne Zusatzaufwand
  • Direkte Verträge ermöglichen: 10–20% Einsparung bei Entsorgungskosten realisierbar
  • Stoffströme selbst steuern → bessere Trennung → geringere BEHG-Kosten
  • Schwellenwert-Monitoring: Warnung bei Annäherung an 20-t-Grenze
  • Kundenportal: Standortmitarbeiter stellen Containeranfragen direkt ohne Telefon
  • Grundlage für CSRD-Kennzahlen (Recyclingquote, Verwertungswege für Berichte)
20–40%
weniger Administration gesamt
10–20%
Einsparung Entsorgungskosten durch direkte Verträge
+X%
weitere Einsparung durch Kreislaufwirtschafts-Potenziale (individuell)
Trigger-Keywords: "BEHG-Zuschlag", "Betriebstagebuch", "Entsorgungskosten steigen", "Wir wissen nicht was wohin geht", "Nachhaltigkeitsbericht", "CSRD", "wir haben zu viele Entsorgungspartner"
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Wertstoffhof / Recyclinghof

Kommunen & Landkreise · Gesetzlich vorgeschriebene Infrastruktur

Was ist ein Wertstoffhof?

Öffentliche Sammelstelle, die Kommunen gesetzlich betreiben müssen. Nimmt Wertstoffe von Privatpersonen und kleinen Betrieben an — und gibt sie weiter an zertifizierte Entsorger. Der Wertstoffhof ist das öffentliche Pendant zum privaten Erzeuger: er sammelt, aber entsorgt nicht selbst.

1 — Wichtigste Infos

  • Betrieben von Kommunen/Landkreisen, gesetzliche Pflicht zur Infrastruktur
  • Rémon aktiv: 13 Landkreise, 200–250 Höfe im System
  • Platzwarte als tägliche Nutzer — Bedienung muss extrem einfach sein (alle Altersklassen)
  • Mehrere Entsorgungspartner pro Hof, verschiedene Fraktionen, verschiedene Vertragspartner
  • Öffentliche Verwaltungslogik: trägere Entscheidungen, aber nachhaltige Kundenbindung

2 — Pain Points & Triggerworte

Sätze, die Kunden wörtlich sagen
  • "Container voll — jetzt fängt das Telefonieren an"
  • "Presse ruft an und fragt Mengendaten — wir können nicht sofort antworten"
  • "Für die Wirtschaftsplanung sitzen wir eine Woche mit Papierbegleitscheinen"
  • "Rechnungskontrolle dauert ewig — wir müssen Begleitscheine manuell zuordnen"
  • "Rückfragen zwischen Zentrale und Platzwart kosten uns täglich Zeit"
  • "Wir wissen nicht, welche Container an welchen Höfen gerade voll sind"

3 — So lösen wir es für und mit ihnen

RecyclingMonitor-Lösungen
  • App: Platzwart meldet vollen Container → Abholauftrag geht automatisch an richtigen Entsorger
  • Auskunftsfähigkeit: Mengendaten für jeden Standort während des Gesprächs sofort abrufbar (Presse, Behörde)
  • Wirtschaftsplanung: eine Woche Datenaufbereitung entfällt — alles bereits digital erfasst
  • Rechnungskontrolle: Aufträge digital verknüpft → Begleitscheine automatisch zugeordnet
  • Interner Messenger: kein Telefonmarathon zwischen Höfen und Zentrale
  • Behörden-Export: Daten direkt aus dem System, ohne Zusatzaufwand

KPI-Beispiel: 34 Standorte (Modellrechnung)

BereichGrundlageZeit/JahrEinsparung
Containeranmeldungen0,5 Tage/Woche dezentral statt über Zentrale208 h10.400 €
WirtschaftsplanungWegfall Woche Datenaufbereitung (früher Papier)40 h2.000 €
RechnungskontrolleWeniger Rückfragen, auto. Begleitschein-Zuordnung24 h1.200 €
Telefonverkehr2 Telefonate/Woche × 34 Höfe reduziert177 h8.840 €
Schriftl. NachforderungenRückfragen von 10% auf 1% bei 10.000 Aufträgen225 h11.250 €
Summe (kalkuliert)674 h/Jahr33.690 €/Jahr
Annahmen: 50 €/Std. · 34 Standorte · 10.000 Aufträge/Jahr. Zusätzlich nicht kalkuliert: schnellere Disposition, Lagerkosten Papierdokumente, präzisere Entsorger-Angebote durch empirische Mengendaten.

Zahlen & Proof 2025/2026

99,99%
Zuverlässigkeit 2025
Messwert, kein Versprechen
2.000+
Nutzende täglich
Aktiv im Produktivsystem
250.000
Aufträge pro Jahr
Über unsere Plattform
50
ERP-Kunden
KMU Entsorger & Erzeuger
13
Landkreise
200–250 Wertstoffhöfe
8 Jahre
Betrieb & Entwicklung
Ausgereiftes System

KPI-Matrix nach Zielgruppe

ZielgruppeKPI 1KPI 2KPI 3
Entsorger20–40% weniger Admin+1 Auftrag/Tag (Waage)200–300 € mehr Umsatz/Tag
Erzeuger20–40% weniger Admin10–20% Einsparung Entsorgungskosten+X% durch KW-Potenziale
Wertstoffhof33.690 €/Jahr (34 Std.)674 h/Jahr gespartAuskunftsfähigkeit in Echtzeit

Referenzkunden

Erzeuger
  • Bauhaus — Baumarkt-Kette, 180 Standorte
  • dm Drogeriemarkt — Drogeriekette
Entsorger (Auswahl)
  • LOGEX · Mr. Schrott · GUHE Recycling
  • Maschinenring Schwarzwald Baar
  • Küthe Container · S1 Recycling
  • Tadick Urban Mining · Vetterolf
  • Containerdienst Wagner
Wertstoffhöfe / Öffentliche Hand
  • Landkreis Emmendingen
  • Maschinenring Schwarzwald Baar
  • ZAW Donau-Wald
  • Abfallwirtschaft Südholstein
  • Landkreis Freising

30-Sekunden-Pitches

🚛 Entsorger — Messe / Erstgespräch

"Viele Entsorger legen Aufträge noch in Excel an und stellen Rechnungen in einem anderen System. Bei uns läuft alles in einem: Auftrag, Fahrer, Waage, Rechnung. Unsere Kunden sparen 20 bis 40 Prozent Verwaltungsaufwand — und wer unsere Waagenanbindung nutzt, fährt täglich einen Auftrag mehr. Das sind 200 bis 300 Euro zusätzlicher Umsatz."

🏭 Erzeuger — Handel / Baumarkt

"Bei 180 Standorten und 40 Entsorgungspartnern weiß heute niemand zentral, was wohin geht. Mit RecyclingMonitor haben Sie eine Plattform für alle Standorte und Partner. Das Betriebstagebuch entsteht automatisch. Und wer die Stoffströme selbst steuert, kann direkte Recyclingverträge abschließen — das spart 10 bis 20 Prozent der Entsorgungskosten."

♻️ Wertstoffhof / Landkreis

"Wenn ein Container voll ist — wie viele Schritte braucht es heute, bis der Entsorger informiert ist? Bei unseren Kunden: eine Meldung in der App, der richtige Partner bekommt automatisch den Auftrag. Und wenn Presse oder Behörde Mengendaten anfragt, können die direkt während des Gesprächs geliefert werden."

Qualifizierungsfragen

ZielgruppeEinstiegsfrageVertiefung bei Interesse
Entsorger"Wie läuft bei Ihnen der Weg vom Auftragsabschluss bis zur Rechnung?""Haben Sie eine Waage? Da zeige ich Ihnen konkret die 8 Minuten."
Erzeuger"Wie viele Standorte, wie viele Entsorgungspartner?""Wissen Sie zentral, was pro Standort wohin geht?"
Wertstoffhof"Wie erfahren Sie, wenn ein Container voll ist?""Können Sie Mengendaten für einzelne Höfe sofort abrufen?"

Einwandbehandlung

"Wir machen das mit Excel" → "Wie lange dauert es, einem Fahrer seinen Tagesplan zu geben? Was passiert, wenn er krank ist?"
"Haben schon ein System" → "Ist Auftrag und Abrechnung darin integriert? Kann der Fahrer damit die Waage bedienen?"
"Zu teuer" → "Was kostet Sie ein Auftrag, den Sie manuell abwickeln — in Minuten? Wir sparen 8 davon schon bei der Waagenanbindung."
Abschluss: Interesse vorhanden → "Haben Sie 15 Minuten? Ich zeige es live." — Keine Zeit → Videotermin nach IFAT direkt buchen, E-Mail notieren.
Akteure & Rollen
Was ist ein Erzeuger?

Rechtsbegriff
Jeder Betrieb, bei dem Abfall anfällt — auch "Anfallstelle" oder "Entfallstelle". Rechtlich ist jeder ein Erzeuger, auch Privathaushalte. Für uns relevant: Betriebe ab 20 Tonnen/Jahr/Standort mit Dokumentationspflicht. Beispiele: Bauhaus, dm, Krankenhäuser, produzierendes Gewerbe, Baustellen.

Was ist ein Entsorger?

Genehmigungspflicht
Unternehmen mit behördlicher Genehmigung zum Sammeln, Befördern und Lagern von Abfällen. Benötigt separate Genehmigungen für jede dieser Tätigkeiten. 50–70% unserer Entsorgerkunden sind zusätzlich zertifiziert — dürfen dann auch sortieren und bestimmte gefährliche Stoffe annehmen. Als Privatperson dürfte man z.B. Sperrmüll nicht einfach mit dem Hänger abholen.

Was ist ein Wertstoffhof / Recyclinghof?

Öffentliche Hand
Öffentliche Sammelstelle — Kommunen und Landkreise sind gesetzlich verpflichtet, diese zu betreiben. Nimmt Wertstoffe von Bürgern und kleinen Betrieben an. Gibt volle Container an zertifizierte Entsorger weiter. Privatpersonen & kleine Handwerker liefern hier ab — große Erzeuger wie Bauhaus nie (die haben Container-Direktverträge).

Was ist ein Disponent?

Betrieblich
Die Person im Entsorgerbetrieb, die Aufträge anlegt und Fahrern zuweist. Koordiniert den Tagesplan aller LKWs. In kleinen Betrieben oft der Geschäftsführer selbst. Schlüsselnutzer des RecyclingMonitor-Desktopsystems — profitiert am meisten von strukturierter Disposition.

Was ist eine Anfallstelle / Entfallstelle?

Rechtsbegriff
Rechtlicher Begriff für den konkreten Ort, an dem Abfall entsteht — also der Standort des Erzeugers. Jede Filiale, jede Fabrik ist eine eigene Anfallstelle. Wichtig: die 20-Tonnen-Grenze gilt pro Anfallstelle pro Jahr, nicht über alle Standorte zusammen.

Abfallrecht & Dokumentation
Was ist der AVV-Katalog?

Gesetzliche Grundlage
Abfallverzeichnis-Verordnung — das europäische Verzeichnis aller Abfallarten mit eindeutigen Schlüsselnummern. Gilt EU-weit einheitlich, es gibt keine anderen Nomenklaturen. Betriebe müssen ihr Betriebstagebuch nach diesen Schlüsseln führen. Aktuell: 38 neue Schlüssel für Batterien (E-Auto, Fahrrad, Lithium-Ionen). Im RecyclingMonitor hinterlegt und ohne Entwickler konfigurierbar.

Was ist ein Betriebstagebuch / Abfallbilanz?

Pflichtdokumentation
Pflicht ab 20 Tonnen Abfall pro Jahr und Standort (ungefährl. Abfälle). Dokumentiert: welche Menge, welche Fraktion, welcher AVV-Schlüssel, wohin entsorgt. Kann als "Betriebstagebuch" (laufend geführt) oder "Abfallbilanz" (jährliche Zusammenfassung) geführt werden. RecyclingMonitor generiert beides automatisch aus den Aufträgen — kein manueller Aufwand.

Was ist EANV?

Gefährliche Abfälle
Elektronisches Abfallnachweisverfahren — Sonderanmeldung für gefährliche Abfälle mit erhöhten Dokumentationsanforderungen. Pflicht für Entsorger, die gefährliche Abfälle annehmen. RecyclingMonitor bildet dies aktuell noch nicht ab, ist aber als Schnittstelle für das neue System geplant.

Was ist der BEHG-Zuschlag?

CO₂-Preis
Bundesemissionshandelsgesetz-Zuschlag — vereinfacht: CO₂-Preis auf Müllverbrennung. Müllverbrennungsanlagen erheben diesen Zuschlag pro Tonne auf die Entsorger, die ihn auf die Erzeuger weitergeben. Macht schlecht getrennte Abfälle direkt teurer. Steigender Anreiz für bessere Mülltrennung — und damit wachsende Relevanz von Abfallmanagement als Kostenstelle.

Was ist CSRD?

EU-Recht
Corporate Sustainability Reporting Directive — EU-Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen ab einer bestimmten Größe. Enthält KPI-Sets u.a. für Recyclingquoten und Verwertungswege. EU hat zuletzt den Anwendungsbereich reduziert, aber die Datenbasis bleibt relevant für Berichte. RecyclingMonitor liefert die benötigten Rohdaten als Grundlage.

Fachbegriffe Praxis
Was ist eine Fraktion?

Abfallkategorie
Oberbegriff für eine Abfallkategorie. Beispiel: "Altholz" ist eine Fraktion — aufgeteilt in A1 (unbehandelt), A2, A3 (lackiert/beschichtet), A4 (belastet/gefährlich). Je nach Reinheit hat Altholz unterschiedliche Recyclingwege und Preise. Gute Trennung nach Fraktionen = bessere Recyclingquote = niedrigere Kosten.

Was ist ein Fehlwurf?

Qualitätsproblem
Falsches Material im Container. Beispiel: Kartonage in Metallcontainer senkt den Metallwert, weil der Abnehmer die Verunreinigung abzieht. Kann die gesamte Ladung entwerten oder zur Ablehnung führen. Typisches Beispiel auch: Schnee oder Wasser in einem offenen Außencontainer wird beim Wiegen als "Gewicht" gezählt. RecyclingMonitor: Fahrer-App macht Foto als Nachweis — schützt Entsorger bei Kundenstreitigkeiten.

Was bedeutet Brutto / Tara / Netto?

Wiegevorgang
LKW voll drauffahren = Bruttogewicht. Container abladen. LKW leer drauffahren = Taragewicht (Eigengewicht LKW). Differenz = Nettogewicht des Abfalls. Ein LKW wiegt ca. 7,5–10 Tonnen leer. Früher: zwei manuelle Einträge, fehleranfällig. Mit Waagenanbindung: automatisch erfasst, 8 Minuten gespart pro Wiegung.

Was ist ein Begleitschein?

Nachweis
Papierdokument, das jeden Entsorgungsauftrag begleitet — Nachweis über Menge, Fraktion, Abnehmer und Verwertungsweg. Früher: Wertstoffhöfe sammelten Begleitscheine physisch und mussten sie für die Wirtschaftsplanung manuell auswerten. Im RecyclingMonitor: digital erfasst, automatisch dem Auftrag zugeordnet, jederzeit abrufbar.

Was ist eine Deponie?

Beseitigung
Offene Halde zur dauerhaften Ablagerung von Abfällen — unterste Ebene der Nachhaltigkeitspyramide. In Deutschland geregelt und kontrolliert, aber keine Kreislaufwirtschaft: Material ist dauerhaft verloren. Heute nur noch für bestimmte Stoffe erlaubt (z.B. Asbest, bestimmte gefährliche Sonderabfälle). Für Gips gab es lange Deponieabgabe, wird jetzt ins Recycling verlagert.

Was ist ein Absetzer / eine Mulde?

Behältertyp
Kleinere Containervariante (Mulde), die im öffentlichen Raum oder auf Baustellen aufgestellt wird. Im Gegensatz zum großen Roll-off-Container kompakter und per Absetzer-LKW transportierbar. Häufig für Bauschutt, Garten- oder Haushaltsabfälle. Im RecyclingMonitor als Auftragstyp abbildbar.

Was bedeutet "Tauschauftrag"?

Auftragstyp
Der LKW fährt zum Standort, zieht den vollen Container ab und stellt gleichzeitig einen leeren Container auf. Unterschied zum "Abziehauftrag" (nur abholen, kein neuer Container). Im RecyclingMonitor als eigener Auftragstyp differenziert — wichtig für korrekte Abrechnung (Containermiete, Abziehgebühr).