Was ist Kreislaufwirtschaft?
Die 5 Ebenen — Nachhaltigkeitspyramide (Kreislaufwirtschaftsgesetz)
Die drei Akteure im System
Aktuelle Entwicklungen & Trends
Unternehmen mit behördlicher Genehmigung, das Abfälle sammelt, transportiert, sortiert und verwertet. Das operative Bindeglied zwischen Erzeuger und Verwertungsanlage. Braucht Genehmigung für Sammlung, Beförderung und ggf. Lagerung. 50–70% sind zusätzlich zertifiziert.
1 — Wichtigste Infos
2 — Pain Points & Triggerworte
3 — So lösen wir es für und mit ihnen
Jeder Betrieb, bei dem Abfall anfällt — rechtlich auch "Anfallstelle" genannt. Ab 20 Tonnen pro Jahr und Standort besteht gesetzliche Dokumentationspflicht (Betriebstagebuch/Abfallbilanz). 20 t = ca. 4–5 große Container — schnell erreicht, z.B. schon bei einer Umbaumaßnahme.
1 — Wichtigste Infos
2 — Pain Points & Triggerworte
3 — So lösen wir es für und mit ihnen
Öffentliche Sammelstelle, die Kommunen gesetzlich betreiben müssen. Nimmt Wertstoffe von Privatpersonen und kleinen Betrieben an — und gibt sie weiter an zertifizierte Entsorger. Der Wertstoffhof ist das öffentliche Pendant zum privaten Erzeuger: er sammelt, aber entsorgt nicht selbst.
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2 — Pain Points & Triggerworte
3 — So lösen wir es für und mit ihnen
KPI-Beispiel: 34 Standorte (Modellrechnung)
| Bereich | Grundlage | Zeit/Jahr | Einsparung |
|---|---|---|---|
| Containeranmeldungen | 0,5 Tage/Woche dezentral statt über Zentrale | 208 h | 10.400 € |
| Wirtschaftsplanung | Wegfall Woche Datenaufbereitung (früher Papier) | 40 h | 2.000 € |
| Rechnungskontrolle | Weniger Rückfragen, auto. Begleitschein-Zuordnung | 24 h | 1.200 € |
| Telefonverkehr | 2 Telefonate/Woche × 34 Höfe reduziert | 177 h | 8.840 € |
| Schriftl. Nachforderungen | Rückfragen von 10% auf 1% bei 10.000 Aufträgen | 225 h | 11.250 € |
| Summe (kalkuliert) | 674 h/Jahr | 33.690 €/Jahr | |
Zahlen & Proof 2025/2026
KPI-Matrix nach Zielgruppe
| Zielgruppe | KPI 1 | KPI 2 | KPI 3 |
|---|---|---|---|
| Entsorger | 20–40% weniger Admin | +1 Auftrag/Tag (Waage) | 200–300 € mehr Umsatz/Tag |
| Erzeuger | 20–40% weniger Admin | 10–20% Einsparung Entsorgungskosten | +X% durch KW-Potenziale |
| Wertstoffhof | 33.690 €/Jahr (34 Std.) | 674 h/Jahr gespart | Auskunftsfähigkeit in Echtzeit |
Referenzkunden
30-Sekunden-Pitches
"Viele Entsorger legen Aufträge noch in Excel an und stellen Rechnungen in einem anderen System. Bei uns läuft alles in einem: Auftrag, Fahrer, Waage, Rechnung. Unsere Kunden sparen 20 bis 40 Prozent Verwaltungsaufwand — und wer unsere Waagenanbindung nutzt, fährt täglich einen Auftrag mehr. Das sind 200 bis 300 Euro zusätzlicher Umsatz."
"Bei 180 Standorten und 40 Entsorgungspartnern weiß heute niemand zentral, was wohin geht. Mit RecyclingMonitor haben Sie eine Plattform für alle Standorte und Partner. Das Betriebstagebuch entsteht automatisch. Und wer die Stoffströme selbst steuert, kann direkte Recyclingverträge abschließen — das spart 10 bis 20 Prozent der Entsorgungskosten."
"Wenn ein Container voll ist — wie viele Schritte braucht es heute, bis der Entsorger informiert ist? Bei unseren Kunden: eine Meldung in der App, der richtige Partner bekommt automatisch den Auftrag. Und wenn Presse oder Behörde Mengendaten anfragt, können die direkt während des Gesprächs geliefert werden."
Qualifizierungsfragen
| Zielgruppe | Einstiegsfrage | Vertiefung bei Interesse |
|---|---|---|
| Entsorger | "Wie läuft bei Ihnen der Weg vom Auftragsabschluss bis zur Rechnung?" | "Haben Sie eine Waage? Da zeige ich Ihnen konkret die 8 Minuten." |
| Erzeuger | "Wie viele Standorte, wie viele Entsorgungspartner?" | "Wissen Sie zentral, was pro Standort wohin geht?" |
| Wertstoffhof | "Wie erfahren Sie, wenn ein Container voll ist?" | "Können Sie Mengendaten für einzelne Höfe sofort abrufen?" |
Einwandbehandlung
Rechtsbegriff
Jeder Betrieb, bei dem Abfall anfällt — auch "Anfallstelle" oder "Entfallstelle". Rechtlich ist jeder ein Erzeuger, auch Privathaushalte. Für uns relevant: Betriebe ab 20 Tonnen/Jahr/Standort mit Dokumentationspflicht. Beispiele: Bauhaus, dm, Krankenhäuser, produzierendes Gewerbe, Baustellen.
Genehmigungspflicht
Unternehmen mit behördlicher Genehmigung zum Sammeln, Befördern und Lagern von Abfällen. Benötigt separate Genehmigungen für jede dieser Tätigkeiten. 50–70% unserer Entsorgerkunden sind zusätzlich zertifiziert — dürfen dann auch sortieren und bestimmte gefährliche Stoffe annehmen. Als Privatperson dürfte man z.B. Sperrmüll nicht einfach mit dem Hänger abholen.
Öffentliche Hand
Öffentliche Sammelstelle — Kommunen und Landkreise sind gesetzlich verpflichtet, diese zu betreiben. Nimmt Wertstoffe von Bürgern und kleinen Betrieben an. Gibt volle Container an zertifizierte Entsorger weiter. Privatpersonen & kleine Handwerker liefern hier ab — große Erzeuger wie Bauhaus nie (die haben Container-Direktverträge).
Betrieblich
Die Person im Entsorgerbetrieb, die Aufträge anlegt und Fahrern zuweist. Koordiniert den Tagesplan aller LKWs. In kleinen Betrieben oft der Geschäftsführer selbst. Schlüsselnutzer des RecyclingMonitor-Desktopsystems — profitiert am meisten von strukturierter Disposition.
Rechtsbegriff
Rechtlicher Begriff für den konkreten Ort, an dem Abfall entsteht — also der Standort des Erzeugers. Jede Filiale, jede Fabrik ist eine eigene Anfallstelle. Wichtig: die 20-Tonnen-Grenze gilt pro Anfallstelle pro Jahr, nicht über alle Standorte zusammen.
Gesetzliche Grundlage
Abfallverzeichnis-Verordnung — das europäische Verzeichnis aller Abfallarten mit eindeutigen Schlüsselnummern. Gilt EU-weit einheitlich, es gibt keine anderen Nomenklaturen. Betriebe müssen ihr Betriebstagebuch nach diesen Schlüsseln führen. Aktuell: 38 neue Schlüssel für Batterien (E-Auto, Fahrrad, Lithium-Ionen). Im RecyclingMonitor hinterlegt und ohne Entwickler konfigurierbar.
Pflichtdokumentation
Pflicht ab 20 Tonnen Abfall pro Jahr und Standort (ungefährl. Abfälle). Dokumentiert: welche Menge, welche Fraktion, welcher AVV-Schlüssel, wohin entsorgt. Kann als "Betriebstagebuch" (laufend geführt) oder "Abfallbilanz" (jährliche Zusammenfassung) geführt werden. RecyclingMonitor generiert beides automatisch aus den Aufträgen — kein manueller Aufwand.
Gefährliche Abfälle
Elektronisches Abfallnachweisverfahren — Sonderanmeldung für gefährliche Abfälle mit erhöhten Dokumentationsanforderungen. Pflicht für Entsorger, die gefährliche Abfälle annehmen. RecyclingMonitor bildet dies aktuell noch nicht ab, ist aber als Schnittstelle für das neue System geplant.
CO₂-Preis
Bundesemissionshandelsgesetz-Zuschlag — vereinfacht: CO₂-Preis auf Müllverbrennung. Müllverbrennungsanlagen erheben diesen Zuschlag pro Tonne auf die Entsorger, die ihn auf die Erzeuger weitergeben. Macht schlecht getrennte Abfälle direkt teurer. Steigender Anreiz für bessere Mülltrennung — und damit wachsende Relevanz von Abfallmanagement als Kostenstelle.
EU-Recht
Corporate Sustainability Reporting Directive — EU-Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen ab einer bestimmten Größe. Enthält KPI-Sets u.a. für Recyclingquoten und Verwertungswege. EU hat zuletzt den Anwendungsbereich reduziert, aber die Datenbasis bleibt relevant für Berichte. RecyclingMonitor liefert die benötigten Rohdaten als Grundlage.
Abfallkategorie
Oberbegriff für eine Abfallkategorie. Beispiel: "Altholz" ist eine Fraktion — aufgeteilt in A1 (unbehandelt), A2, A3 (lackiert/beschichtet), A4 (belastet/gefährlich). Je nach Reinheit hat Altholz unterschiedliche Recyclingwege und Preise. Gute Trennung nach Fraktionen = bessere Recyclingquote = niedrigere Kosten.
Qualitätsproblem
Falsches Material im Container. Beispiel: Kartonage in Metallcontainer senkt den Metallwert, weil der Abnehmer die Verunreinigung abzieht. Kann die gesamte Ladung entwerten oder zur Ablehnung führen. Typisches Beispiel auch: Schnee oder Wasser in einem offenen Außencontainer wird beim Wiegen als "Gewicht" gezählt. RecyclingMonitor: Fahrer-App macht Foto als Nachweis — schützt Entsorger bei Kundenstreitigkeiten.
Wiegevorgang
LKW voll drauffahren = Bruttogewicht. Container abladen. LKW leer drauffahren = Taragewicht (Eigengewicht LKW). Differenz = Nettogewicht des Abfalls. Ein LKW wiegt ca. 7,5–10 Tonnen leer. Früher: zwei manuelle Einträge, fehleranfällig. Mit Waagenanbindung: automatisch erfasst, 8 Minuten gespart pro Wiegung.
Nachweis
Papierdokument, das jeden Entsorgungsauftrag begleitet — Nachweis über Menge, Fraktion, Abnehmer und Verwertungsweg. Früher: Wertstoffhöfe sammelten Begleitscheine physisch und mussten sie für die Wirtschaftsplanung manuell auswerten. Im RecyclingMonitor: digital erfasst, automatisch dem Auftrag zugeordnet, jederzeit abrufbar.
Beseitigung
Offene Halde zur dauerhaften Ablagerung von Abfällen — unterste Ebene der Nachhaltigkeitspyramide. In Deutschland geregelt und kontrolliert, aber keine Kreislaufwirtschaft: Material ist dauerhaft verloren. Heute nur noch für bestimmte Stoffe erlaubt (z.B. Asbest, bestimmte gefährliche Sonderabfälle). Für Gips gab es lange Deponieabgabe, wird jetzt ins Recycling verlagert.
Behältertyp
Kleinere Containervariante (Mulde), die im öffentlichen Raum oder auf Baustellen aufgestellt wird. Im Gegensatz zum großen Roll-off-Container kompakter und per Absetzer-LKW transportierbar. Häufig für Bauschutt, Garten- oder Haushaltsabfälle. Im RecyclingMonitor als Auftragstyp abbildbar.
Auftragstyp
Der LKW fährt zum Standort, zieht den vollen Container ab und stellt gleichzeitig einen leeren Container auf. Unterschied zum "Abziehauftrag" (nur abholen, kein neuer Container). Im RecyclingMonitor als eigener Auftragstyp differenziert — wichtig für korrekte Abrechnung (Containermiete, Abziehgebühr).